Elektronik

Die Elektroabteilung

Wir Deutsche lieben Technik. Laut dem Statistischen Bundesamt hatten 82 Prozent der Haushalte einen PC und 90 Prozent ein Handy oder Smartphone in 2011. Die Kaufversuchungen locken überall, doch du leistest einen großen Beitrag zum Klimaschutz, wenn du Geräte nicht schnell austauschst, sondern länger benutzt. Ein Beispiel: Dein Smartphone zwei Jahre länger zu verwenden, spart 44 kg Ressourcen ein. Diese Menge Rohstoffe würde sonst für die Herstellung eines neuen Gerätes aufgewendet.

  
  

Kühlen Kopf beim Aufbewahren von Essen behalten

Dein Kühlschrank ist älter als 10 Jahre? Dann kannst du davon ausgehen, dass sich ein Austausch gegen ein modernes Gerät lohnt! Beim Kauf bieten dir die Effizienzklassen Orientierung. A+++ schützt Klima und Geldbeutel am meisten. Der höhere Preis wird schnell durch die geringen Verbrauchskosten ausgeglichen. Wichtig ist auch, die richtige Temperatur einzustellen, denn schon 1 Grad weniger spart rund 6 Prozent Energie.

Wenn bei dir ein Neukauf ansteht, hilft dir die Broschüre „Energiesparen im Haushalt“ unter www.energiekonsens.de, die eine Tabelle mit Verbrauchswerten der Energieklassen enthält oder die Internetseite www.ecotopten.de.

  
  

Welches Fernsehgerät brauchst du wirklich?

LCD-Fernseher mit LED-Technik sind aus energetischer Sicht besonders empfehlenswert. Doch wenn der Bildschirm sehr groß ist, wird das Gerät trotzdem zum Stromfresser. Daher frag dich vor dem Kauf, was für einen Fernseher du wirklich benötigst.

Der BUND hat beispielsweise ermittelt, dass der Kauf eines sparsamen Fernsehers die Stromkosten über die Lebensdauer des Gerätes um bis zu 400 Euro verringern kann. Als Einkaufshilfe steht ein TV-Finder unter www.bund.net für dich bereit.

  
  

Kampf dem Stand-by

Der Energieverbrauch von Elektronikgeräten im Stand-by-Modus verbraucht Geld und verursacht CO2-Emissionen. Deine Gegenmaßnahme: Steckerleisten mit Schalter. Schließ‘ daran einfach Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Router, PC und Notebook an. Verlässt du das Haus oder gehst zu Bett, einfach die ganze Leiste ausschalten!.

  
  

Überall erreichbar sein – aber bitte klimafreundlich!

Mobil erreichbar zu sein, ist heute Bestandteil des Alltags. Wenn du in Bezug auf deinen Kommunikationsmedien wie Smartphone und Co. etwas für das Klima tun willst, dann nutze sie länger! Für die Produktion eines Gerätes sind eine Menge Ressourcen nötig, z.B. Metalle wie Gold, Silber, Kupfer oder seltene Erden. Insgesamt werden 44 Kilo Rohstoffe zur Herstellung für nur ein Smartphone gebraucht.

Außerdem wichtig: Kaputte Geräte nie einfach in den Hausmüll geben, sondern immer recyceln, damit zumindest einige der wertvollen Inhaltsstoffe weiter genutzt werden können.

  
  

Mobil in der ganzen Wohnung

Du findest Desktop-PCs altmodisch und bevorzugst Notebooks? Gut so! Laptops sparen bei gleicher Ausstattung bis zu 70 Prozent Energie gegenüber einem PC. Je länger du das Gerät nutzt, desto klimafreundlicher.

Was aber, wenn der Akku merklich nachlässt?
Such‘ online nach einem Ersatzakku. Der kostet nur einen Bruchteil eines Neugerätes und du kannst damit deinen Laptop zwei bis drei Jahre länger nutzen. Wenn ein Neukauf unvermeidlich ist, informiere dich vorher zum Beispiel unter www.ecotopten.de – dann kannst du im Laden vermeintliche Schnäppchen als heimliche Stromfresser erkennen.

Klimafreundlich ist es außerdem natürlich, wenn du daran denkst, den Bildschirm während der Arbeitspausen auszuschalten, den Energiesparmodus zu aktivieren und Ladegeräte aus der Steckdose zu nehmen, wenn der Laptop nicht benutzt wird.

  
  

Ökostrom elektrisiert Klimabewusste

Wenn du bislang noch konventionellen Strom beziehst, kannst du online unkompliziert zu einem Ökostromprodukt wechseln. Der Anbieter übernimmt das notwendige Prozedere. Ökostrom ist CO2-neutral und stammt aus erneuerbaren Energiequellen. Damit werden für die Erzeugung keine Atomkraftwerke betrieben.
Bei der Wahl des Ökostromproduktes solltest du darauf achten, dass der Anbieter auch selbst neue regenerative Kraftwerke baut und betreibt. So wird immer mehr umweltfreundlicher Strom ins deutsche Stromnetz eingespeist.

  
  

Drucker sind wahre Alleskönner

Moderne Multifunktionsgeräte auf dem heimischen Schreibtisch sind praktisch: Sie drucken, kopieren, scannen und faxen.

Wie kannst du hier den Klimaschutz voranbringen?
Wähle ein energiesparendes Modell, stelle den Energiesparmodus ein, drucke nur wenn nötig und dann doppelseitig und auf Recyclingpapier. Geht es beim Druck nur ums heimische Korrekturlesen, reicht auch der sparsame Entwurfsmodus. Leere Patronen gehören nicht in den Hausmüll; die Geschäfte haben dafür Recyclingboxen.

  
  

Gute Nacht, Router!

Brauchst du wirklich ein Internetsignal, wenn du schläfst? Abschalten hilft dir, viel Geld zu sparen: Schon 8 Stunden Auszeit in der Nacht spart ein Drittel Strom und eine Menge CO2. Läuft der Router nämlich 24 Stunden am Tag, produziert das allein rund 34 Kilo CO2 im Jahr. Die Router-Einkaufshilfe des neuen Portals www.oekotop100.de empfiehlt dir Router mit dem „Blauen Engel“, nicht nur, weil sie besonders energieeffizient sind, sondern auch, weil sie eine eingebaute Updatefunktion haben. Dadurch hat das Gerät eine lange Lebensdauer.

  

Siegel für Elektronik

  
  
  

Grüner Strom
Das Label soll Ökostromprodukte mit hohem Umweltnutzen kennzeichnen. Als zentrales Kriterium der Zertifizierung muss der Stromanbieter mit einem festen Betrag je verkaufter Kilowattstunde den Ausbau erneuerbarer Energien fördern. Träger des Siegels sind sieben gemeinnützige Umwelt- und Verbraucherschutzverbände sowie Friedensinitiativen. Das Grüner Strom Label ist nach eigenen Angaben das einzige, das von Umweltverbänden getragen wird. www.gruenerstromlabel.de

  

TÜV Nord und Süd
Die TÜV-Zertifikate stehen für Strom aus erneuerbaren Energien und entsprechenden Anbieter, die den Ausbau regenerativer Energien fördern. Dabei muss man beachten, dass TÜV Nord und Süd verschiedene Zertifikate ausstellen.

Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de sowie www.tuev-nord.de

  

ok-power
Der Verein Verein EnergieVision vergibt dieses Siegel für Ökostrom. Das Zeichen soll Stromangebote ausweisen, die nachweislich zu einem kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien beitragen, unabhängig von staatlicher Förderung. Mindestens ein Drittel des Ökostroms muss aus Anlagen kommen, die nicht älter sind als sechs Jahre. Träger des Vereins sind die Verbaucherzentrale Nordrhein-Westfalen und das renommierte Öko Institut. www.ok-power.de

  

TCO-Label
Auch für nachhaltige Informationstechnologie gibt es ein Label: Das seit 1992 vergebene TCO-Siegel. Wer es führen möchte, muss unter anderem ein nach ISO14001 oder EMAS zertifiziertes Umweltmanagementsystem haben. Auch gute Arbeitsbedingungen in der Produktion sind Vorschrift, einschließlich Einhaltung der im Herstellungsland geltenden Arbeitsschutzbestimmungen und arbeitsrechtlichen Vorschriften. www.tcodevelopment.de

  

Energy Star
Viele Bürogeräte in der EU tragen den Energy Star. Das auf freiwilligen Antrag verliehene Siegel besagt, dass Normen zur Energieeffizienz eingehalten werden. Die Homepage bietet Verbrauchern einen Energierechner und eine Produktdatenbank. In letzterer kann man vor einem Kauf nachschlagen, in welche Effizienzklasse ein Modell fällt. www.eu-energystar.org/de

  

EcoTopTen
Das bekannte Portal des Öko Instituts ist die virtuelle Anlaufstelle für alle, die energieeffiziente Kommunikations- und Haushaltselektronik kaufen wollen. Ob Gefrierschrank, Kaffeemaschine oder Waschvollautomat: In den Listen finden Verbraucher die sparsamsten Geräte, die es auf dem Markt gibt. Beleuchtung und Heizen sind weitere Themen des Portals. Es informiert zudem über Mobilität, Strom und nachhaltige Geldanlagen. www.ecotopten.de

  

Der Blaue Engel
Schon seit 1978 gibt es das bekannteste deutsche Umweltzeichen. Vergeben wird es für Produkte und Dienstleistungen, die in ihrer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind. Dabei geht es um Kriterien wie Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gebrauchstauglichkeit, den sparsamen Einsatz von Rohstoffen bei der Herstellung und beim Gebrauch, eine lange Lebensdauer und nachhaltige Entsorgung. Jedes Engel-Logo weist die wichtigsten Umwelteigenschaften des Produktes aus. Zudem ist jeweils sein zentrales Schutzziel ausgewiesen, etwa „schützt die Ressourcen“. Zertifiziert werden alle möglichen Produkte, zum Beispiel Wandfarbe, Schuhe und Computer. www.blauer-engel.de

  

EU-Energielabel
Nicht nur für Käufer von Haushalts- und Unterhaltungselektronik ist das bekannte EU-Energielabel eine wichtige Orientierungshilfe und Kaufentscheidung, sondern auch für Verbraucher, die Energiesparleuchten und LED-Lampen im Geschäft auswählen. A+++ steht für die höchste Energieeffizienz, E für die schlechteste. Ein ampelartiges Farbsystem bietet dem Verbraucher Information auf den ersten Blick. www.eu-label.de