Haushalt

Die Haushaltsabteilung

Auch im Haushalt triffst du ständig Konsumentscheidungen, die das Klima betreffen. Beispiel gefällig? Wenn Du nur 10 Rollen Recyclingklopapier kaufst, sparst du 40 Prozent Wasser gegenüber der konventionellen Neuherstellung. Wahlmöglichkeiten hast du auch beim Waschen und Putzen. Und auch am Schreibtisch bist du der Chef, der klimafreundliche Entscheidungen fällen kann.

  
  

Druckerpapier

Mit Blättern, deren Verpackung den „Blauen Engel“ zeigt, bist du klimatechnisch auf der sicheren Seite. Wie die „Verbraucher Initiative“ erklärt, wird für die Herstellung von Papieren aus Altpapier nämlich erheblich weniger Holz benötigt als für die von so genannten Primärpapieren. Die Initiative Pro Recycling berechnet, dass du mit 500 Blatt Recyclingpapier (DIN A4) 2,2 Kilo CO2-Emissionen verursachst, mit Neupapier dagegen 2,6 Kilo.

Du willst noch mehr tun?
Reduziere deinen Verbrauch, wo immer es geht! 2010 meldete Greenpeace, dass jeder von uns 242 Kilo Papier pro Jahr verbraucht. Das Sprichwort „Doppelt hält besser“ hilft: Von einseitig beschriftetem Papier kannst du zum Beispiel die Rückseite bedrucken. Weitere Informationen über das Thema Papier und Ökologie findest Du unter www.greenpeace.de (Papier).

  
  

Saubere Sache: Ökoputzmittel oder Essigessenz

Dein Bad soll stets sauber und hygienisch sein? Eine lobenswerte Einstellung. Beim Putzmittel gilt allerdings: Auch mit weniger wird’s sauber, und du schonst die Umwelt. Die Reiniger der Qualitätsmarken gehen gehörig ins Geld. Die ökologischen Alternativen im Bioladen sind aus Klimaschutzsicht zu bevorzugen, kosten aber auch allerhand.

Um Klimaschutz für weniger Geld zu praktizieren, tritt eine Zeitreise an und putze wie vor 100 Jahren! Eine gute und sehr günstige Alternative ist zum Beispiel Essigessenz. Klarem Wasser zugesetzt, bekommst du damit Spiegel und Fenster sauber. Ein weiterer bewährter ökologischer Haushaltshelfer ist Zitronensäure. Und wenn Kalkflecken gar nicht erst entstehen, weil du Fliesen und Armaturen nach dem Duschen gleich trocken wischt, ist es noch besser für die Umwelt.

  
  

Putzlappen

Viel besser als die Einmaltücher sind textile Küchenwischlappen (auch Spültücher genannt). Die kannst du regelmäßig in der Waschmaschine waschen – so bleiben sie hygienisch und halten mitunter Jahre. Online-Lesetipp: Eine Klimaschützerin berichtet von ihrem geglückten Selbstversuch, ohne Küchenrolle zu leben.
www.klimaschutz-selbstversuch.de vom 8. Mai 2012.

  
  

Waschmittel

Deine Kleidung muss sauber sein, so viel ist klar: Bekommt ein Waschmittel Schweißränder, Schokoflecken etc. nicht weg, taugt es nichts. Du kannst aber Waschen mit Klimaschutz verbinden, indem Du auf die richtige Dosierung achtest, denn oft wird viel zu viel Waschmittel benutzt. Die richtige Mengenangabe findest du auf der Waschmittelpackung. Sie richtet sich nach dem Verschmutzungsgrad der Wäsche und der Wasserhärte. In Bremen kommt übrigens weiches Wasser aus der Leitung.

  

Siegel für den Haushalt

  
  
  

BDIH Kontrollierte Natur-Kosmetik
Der BDIH-Standard verbietet unter anderem, Rohstoffen aus toten Wirbeltieren einzusetzen. Weder bei der Herstellung noch bei der Entwicklung oder Prüfung der Endprodukte dürfen Tierversuche durchgeführt oder in Auftrag gegeben werden. Die Liste nicht erlaubter Stoffe beinhaltet zum Beispiel organisch-synthetische Farbstoffe. Näheres unter www.kontrollierte-naturkosmetik.de.

  

NaTrue
NaTrue steht für Naturkosmetik, die keine synthetischen Duftstoffe und Farben, keine Erdölderivate, keine Silikone und keine genmanipulierten Inhaltsstoffe enthält. Auch Tierversuche sind untersagt.
Details zum Label auf der Seite www.natrue.org.

  

Der Blaue Engel
Schon seit 1978 gibt es das bekannteste deutsche Umweltzeichen. Vergeben wird es für Produkte und Dienstleistungen, die in ihrer ganzheitlichen Betrachtung besonders umweltfreundlich sind. Dabei geht es um Kriterien wie Gesundheits- und Arbeitsschutz, Gebrauchstauglichkeit, den sparsamen Einsatz von Rohstoffen bei der Herstellung und beim Gebrauch, eine lange Lebensdauer und nachhaltige Entsorgung. Jedes Engel-Logo weist die wichtigsten Umwelteigenschaften des Produktes aus. Zudem ist jeweils sein zentrales Schutzziel ausgewiesen, etwa „schützt die Ressourcen“. Zertifiziert werden alle möglichen Produkte, zum Beispiel Wandfarbe, Schuhe und Computer. www.blauer-engel.de